Carbon Footprint und Lifecycle

 

Hintergrund, Methodik und Kommunikation

Hintergrund

In den letzten Jahren hat sich der Klimawandel zu einem der wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen entwickelt. Die Ursache der globalen Erwärmung ist die Zunahme der Treibhausgasemissionen (THG), die zu einem größeren Interesse der Verbraucher und anderer Interessengruppen an den Umweltauswirkungen ihrer Aktivitäten, Produkte und Dienstleistungen führt. Obwohl dies eine Herausforderung für Organisationen darstellt, kann dies auch als Chance gesehen werden. Die Zertifizierung des Carbon Footprint, der zur Umweltserie ISO 14000 gehört, ermöglicht es der Organisation, ihre Umweltverantwortung zu zeigen.

Methodik

Derzeit gibt es zwei Arten von Methodikansätzen für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks: Einer basiert auf der Organisation und der andere auf dem Produkt.

Der CO2-Fußabdruck eines Produkts ist die Summe der Treibhausgasemissionen, die während der Ökobilanz eines Produkts entstehen, das heißt von der Rohstoffgewinnung oder Erzeugung aus natürlichen Ressourcen bis zur Endlagerung oder Entsorgung. Als Treibhausgase gelten alle gasförmigen Stoffe, für die der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) einen globalen Erwärmungspotenzialkoeffizienten definiert hat.

Kommunikationspraktiken

Die CO2-Bilanz wird von Unternehmen immer beliebter, um ihre Produkte in einem wettbewerbsintensiven Markt zu differenzieren. Daher ist es wichtig, dass diese Messung kommuniziert wird. ISO 14067 leistet einen wertvollen Beitrag zur Quantifizierung von Treibhausgasen, indem eine transparente Kommunikation und ein Vergleich von CFPs unter identischen Quantifizierungs- und Kommunikationsanforderungen ermöglicht wird. Der Standard enthält eine schrittweise Anleitung und eine standardisierte Vorlage für die Mitteilung des Ergebnisses der CFPs. Dies kann in Form eines externen CFP-Kommunikationsberichts, eines CFP-Leistungsüberwachungsberichts, einer GFP-Deklaration oder eines CFP-Labels erfolgen.

Systemgrenzen

Die Ergebnisse für den CO2-Fußabdruck hängen stark davon ab, was bei den Berechnungen und der Methodik berücksichtigt wird. Gemäß ISO 14067 werden die Lebenszyklusstadien, die in der Ökobilanz untersucht werden müssen, durch folgende Systemgrenzen definiert:

Cradle-to-Grave: Umfasst die Emissionen und Entfernungen, die während der gesamten Lebensdauer des Produkts entstehen.

Cradle-to-Gate: Umfasst die Emissionen und Entfernungen bis zu dem Punkt, an dem das Produkt die Organisation verlässt.

Gate-to-Gate: Umfasst die Emissionen und Entfernungen in der Lieferkette.

Teil-CFP: Umfasst die Emissionen und Entfernungen, die nur aus bestimmten Stufen stammen.

Durch die Auswahl von Systemgrenzen werden Datenmanipulationen vermieden, da Unternehmen Lebenszyklusstadien, von denen sie behaupten, dass sie nur eine begrenzte Bedeutung haben, nicht mehr ausschließen können.

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